mediation


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Mediation ist ein strukturiertes, auf anerkannten Methoden aufgebautes Konfliktregelungsverfahren.
Ihre Ausübung ist im Zivilrechtsmediationsgesetz definiert und geregelt.

Mediation ist vor allem dort sinnvoll, wo es Personen nicht mehr gelingt, einen Konflikt ohne Hilfe von außen zu lösen. Mediation ist in der Regel, im Vergleich zu einem oft sehr teuren Verfahren bei Gericht, eine kostengünstige, weniger zeitaufwendige und zufriedenstellendere Alternative.

Aufgabe eines Mediators
ist, Konfliktparteien dabei zu unterstützen, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen entsprechen.
Die Mediatorin/der Mediator ist dabei allparteilich, d.h. sie/er sorgt dafür, dass die beteiligten Konfliktparteien gleichermaßen ihre Postionen und Interessen einbringen können und in ihren Bedürfnisse ernstgenommen werden. Grundvoraussetzung ist, dass alle Beteiligten freiwillig an dem Verfahren teilnehmen.

Der Mediationsprozess
besteht aus mehreren Phasen: punkt Am Anfang steht die Auftragsklärung, punkt im nächsten Schritt erfolgt die Themensammlung auf Basis der zugrundeliegenden Interessen und Positionen. punkt In der dritten Phase werden die Themen, sowie damit verbundene Hintergrundkonflikte, Bedürfnisse etc. bearbeitet.
punkt In weiterer Folge werden Lösungsoptionen gesammelt und von den Medianten bewertet und auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft. Sobald eine gemeinsame Lösung erarbeitet ist, wird in der Abschlussphase eine meist schriftliche Vereinbarung geschlossen.
Eine Mediation benötigt, je nach Aufgabenstellung, meist zwischen drei und zehn Doppelstunden.


Mediation kommt in vielfältigen Konfliktbereichen zur Anwendung:

  • Bei Trennung/Scheidung
  • Familienkonflikten (Patchwork, Erbschaft u.a.)
  • Obsorge- und Besuchsrechtsstreitigkeiten
  • Konflikten am Arbeitsplatz
  • Wirtschaftskonflikten
  • Nachbarschaftskonflikten
  • Konflikten im schulischen Bereich
  • außergerichtlichem Täter- Opferausgleich